Projekt

Das Longericher BienenglückDie Ökologischen Nischen, ein Projekt in Kooperation der Sozial-Betriebe-Köln gGmbH, der Stadt Köln und dem Imkerverein Köln e. V.

 

Das moderne Leben in der Stadt bringt es mit sich, dass vieles von dem, was wir essen und trinken nicht mehr in unserem direkten Umfeld hergestellt wird. Auch heimischen Pflanzen- oder Insektenarten begegnet man im Alltag nur selten bewusst. Übergeordnetes Ziel des Projektes „Ökologische Nischen Lachemer Weg Köln“ ist, einheimische Natur für Menschen mit und ohne Behinderungen erfahrbar zu machen. Das Projekt soll Informationen bieten, die Anwohner zum Mitmachen anregen aber auch Raum für Erholung und Muße sein.
Für Menschen mit einer Behinderung ist es dabei vergleichsweise schwieriger, den Kontakt zur Natur zu halten und sich als Teil der Natur zu begreifen. Gartenarbeit auf der Erde ist im Rollstuhl sitzend nahezu unmöglich und Tierhaltung ist in Pflegeheimen häufig strikt verboten.

 

Daher entstand  auf dem über 40.000 Quadratmeter großen, öffentlich zugänglichen Gelände am Lachemer Weg ein Ökologischer Erlebnispfad, der zudem noch barrierefrei ist. Es wurden mehrere Stationen geschaffen, die verschiedenen Pflanzen und Tieren eine Nische bieten. Die Parkanlage beinhaltet sowohl alte als auch neu angepflanzte Obstbäume, in Hochbeeten können auch Rollstuhlfahrer Gemüse anbauen, es wurde ein Biotop für den unter Naturschutz stehenden Nashornkäfer geschaffen. Hühner, Enten, Kaninchen und vier Bienenvölker finden auf dem Gelände ein Zuhause.Seit dem Sommer 2010 wird in Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Köln e. V. eigener Honig produziert. (Bild: Longericher Bienenglück)
Zusätzlich steht das Gelände für alle Interessierten offen. Bewohner der Einrichtung bieten kostenlose Führungen durch den Erlebnispfad an. Bislang fanden etwa 40 Führungen statt: Kindertagesstätten, Vorschulkindergruppen und Schulklassen ließen sich das Gelände zeigen, fütterten die Hühner oder machten sich auf die Suche nach den bis zu 12 cm großen Larven des Nashornkäfers. Für die Bewohner des Behindertenzentrums sind die angebotenen Führungen eine Möglichkeit mit anderen Menschen auf Augenhöhe in Kontakt zu treten.